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GRS.
Freitag nach der Arbeit geht es los. Gemäss der von SPEV versendeten
Planung steigen Cornelia und ich in Ostermundigen in den Zug Richtung
Signau. Erste Änderung: Cornelia steigt bereits in Bern ein und
reserviert für mich einen Sitzplatz. Zweite Änderung: ich
steige ebenfalls bereits in Bern ein und so können wir die Plätze
gleich gemeinsam reservieren. In Biglen die Einsicht, hier wäre
der Transfer Zug/Auto aus Gründen des Raum-Zeitkontinuums (oder
so) besser gewesen als in Signau, wo die Durchgangsstrasse und der Bahnhof
auf der „Nebeneinander-lieg-Skala“ schlechter abschneiden. Wie bestellt
und nicht abgeholt stranden wir in Signau am Bahnhof, aber nur für
kurze Zeit. Lie hat den Ortsplan voll im Griff und fährt zeitgerecht
vor.
Die Fahrt nach Eggiwil und dann weiter auf den Knubel verläuft
weitgehend kartenlesend-ereignislos. Aus dem tiefen Chrachen der Emme
gelangen wir auf ein weites und ebenes Hochplateau, der Knubel ist erreicht.
Wir treffen als letzte auf dem Hof der Familie Bachmann (= Inhaber der
Alphornmacherei) ein, alle warten schon am gedeckten Tisch. Es folgt
ein absolut gutes, währschaftes Bauernznacht: Hamme mit Kartoffelgratin,
dazu herrliche Züpfe. Dann geht es einen Stock höher in die
Werkstatt.
Hier fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt: Eine alte,
keilriemengetriebene Sägemaschine, daneben viel Handwerkzeug, Bilder
an der Wand und zwei alte Alphörner an der Decke. Vor allem aber
neue Alphörner in allen Stadien der Entstehung. Vom groben Holzklotz
über mehr oder weniger hornartige Teilstücke bis zum fertigen
Alphorn. Es riecht gut nach bearbeitetem Holz und bodenständigem
Handwerk.
Herr Bachmann nimmt uns mit auf eine Zeitreise, drei Generationen zurück
zu den Anfängen des Alphornes im Emmental und zur Alphornmacherei
auf dem Knubel, die sein Grossvater gegründet hat. Wir erfahren,
dass das Alphorn ursprünglich aus Asien stammt (nach dem Grounding
der Swissair wieder ein Schweizer Mythos zerstört…) und dass die
Ur-Hörner aus krumm gewachsenen Bäumen gefertigt wurden, dies
aber mit einem grossen Nachteil verbunden war: die Hörner tuteten
alle in verschiedenen Tonlagen, da konnte noch so kunstreich geblasen
werden. Um diesen Dissonanzen aus dem Weg zu gehen und in Zukunft nicht
nur harmonisch innerhalb der Alphornzunft sondern auch mit anderen Instrumenten
zusammenspielen zu können, wurden die Hörner fortan genormt
aus einem geraden Biz Klangholz gefertigt. Ein weiteres Problem: die
Hörner sind lang, zu lang um sie bequem transportieren zu können
(der geneigte Leser versuche mal am Freitagabend um 17.00 Uhr mit einer
Bohnenstange im Gepäck in Bern den 10er Bus nach Ostermundigen
zu besteigen, um das Problem sozusagen hautnah nachempfinden zu können)
– die Lösung: Man steckt die Hörner aus 3 bis mehreren Teilen
zusammen und kann so mit Zwischentücken auch gleich verschiedene
Tonarten mit demselben Alphorn spielen.
Auf dem Knubel werden die Hörner fast ausschliesslich in Handarbeit
gefertigt. Die Präzision, mit der das geschieht ist echt bewundernswert:
Wanddicke und Form, aber auch die Mundstücke: absolute Massarbeit.
Es ist offensichtlich: hier fliesst viel Herzblut und handwerkliches
Können in die Fertigung der Alphörner.
Selbstverständlich dürfen sich dann alle auch mal an so einem
Alphorn versuchen – mit unterschiedlichem Erfolg. Nach kurzem oder längerem
„Luft durch die Röhre pusten“ haben alle dem Horn mindestens einen
wohltönenden Ton entlockt.
Zum Schluss darf das Dessert natürlich nicht fehlen. Und es fehlte
wirklich nichts: Merinque, Glace, Rahm, dazu eine Tasse Kaffee runden
den Emmentaler Abend stilecht ab.
Ganz herzlichen Dank an die Familie Bachmann für diesen interessanten
und kurzweiligen Einblick in die Alphornmacherei und natürlich
auch für die exzellente Emmentaler Küche. Ebenfalls ein ganz
grosses Danke an die SPEV-Planer, für diesen wieder einmal absolut
gelungenen Event!
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| Da
gehts zum Alphorn-Event |
habs
mir irgendwie grösser vorgestellt |
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| Noch
sind nicht ganz alle eingetroffen |
Ferienbeginn
sorgt für gute Stimmung |
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| Unsere
tollen Gastgeber |
Was
wärschhaftes zu Futtern |
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| Walter
Bachmann wusste zu begeistern |
gebannte
Gäste |
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j |
| Nach
einem eingestreuten Witz |
Blick
in die Werkstatt |
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| Es
begann mit der Skiproduktion |
viiiiele
Arbeitsgänge sind nötig |
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| noch
nicht ganz fertiger Kelch |
der
Meister gibt eine Kostprobe |
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| einfach
nur schön |
Büchel,
die Alternative im Taschenformat |
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| Er
lebt das Alphorn einfach |
Der
Eventmanager gibt alles |
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| einfach
das Haar von der Lippe blasen |
nicht
saugen, blasen... |
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Druck
halten, halten, halten... |
nein,
nein, es beisst nicht |
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ist
das also tatsächlich WAHR, Du HAST wirklich... |
Die
Organisatorin des tollen Events |
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