01.03.2014 ANKEZÜPFE

SPECIAL-EVENT : Frühstück, Führung und HV im Bäckereiforum Aeschlimann, Zollbrück

Äbe – dieser Wahlspruch und das zugehörige Logo waren der einzige winzige Wermutstropfen im sonst einhellig als harmonisch und gelungen zu bezeichnenden Event…Im Detail zu diesem Thema und aus Datenschutzgründen (Internet, Fotos, Facebook, Obama, Terrorismus, Abhörskandal!!) auch zur Namensliste der insgesamt 15 Teilnehmer (inkl Frl Z jun) verweise ich deshalb auf das offizielle Sitzungsprotokoll der Hauptversammlung unter FÜHRUNG der neuen Präsidentin!!!

Einmal statt den längsten den kürzesten Anfahrtsweg von allen zu haben! Dieser Traum ist für mich am Samstag 1. März in Erfüllung gegangen: Vom Stöckli auf der idyllischen Schmiedshub ob Rüegsauschachen war ich in einer knappen Viertelstunde in Zollbrück – inklusive Halt an der Tankstelle! Hätte der frischgefallene Schnee nicht nur die Wiesen überzuckert sondern auch das steile Strässli bedeckt, wäre ich dagegen wohl gar nicht erst angekommen! So habe ich also die Aemmitaler Högerli zuerst unter die Räder und dann später auch noch zwischen die Zähne genommen, aber schon wieder greife ich vor!

Eis nam angere gäuit…

Zuerst haben wir in aller Gemütsruhe währschaft und ausgiebig gefrühstückt wie es sich gehört: Mit Rösti und Speck, Eiern, Birchermüesli, diversen Sorten Brot, Gipfeli und und und. Sogar die Nutellafetischisten kamen auf ihre Kosten! Der Kafferekord wurde vermutlich von Chrigu gehalten, beim 4. hat die Schreiberin aufgehört zu zählen, weil sie schon vom blossen Zusehen nervös wurde!

Nach dem superfeinen Zmorge folgte dann die Bewährungsprobe: Selber formen! Geknetet hatte vorab die Maschine, die Teigstücke wurden uns von einer flotten Mitarbeiterin schwungvoll zugeworfen und nach einer kurzen Demonstration vom Produktionsleiter Nathanael Balzli mussten wir uns dann die eigenen Zöpfe flechten… Also ehrlich, vor 30 Jahren in der Hauswirtschaftschule hatte ich das schneller kapiert! Die Zöpfe habe ich dann rasch zugunsten eines Krakens (abverheit) und einer Schildkröte (gelungen) aufgegeben, geschmeckt haben aber alle drei ausgezeichnet! Es gab also allerlei abenteuerliche Formen auf den Backblechen zu bestaunen. Leider wurden uns die fertig gebackenen Kunstwerke am Schluss sauber verpackt überreicht, so dass keine Chance mehr bestand, die Werke der Kollegen kritisch zu kommentieren und zu würdigen.

Die Führung durch die topmoderne Bäckerei mit 15 Angestellten in der Produktion erstaunte. Alle Achtung: Mehlsilos mit automatischer Abfüllungsanlage und Füllmengenmessung, Mehlstaubsauger um die Angestellten vor Allergien und Staublunge zu schützen, Brot- und Weggliformautomaten, riesige Backöfen mit und ohne Umluft (ja wir Frauen kennen den Unterschied und nein, der Schrank in der Mitte ist für das Aufgehen des Teiges im tropischen Klima – keine Umluft, dafür 80% Luftfeuchtigkeit und Wärme, fehlten dort drin eigentlich nur das Meer und die Palmen für das totale Ferienfeeling…), begehbare Kleider- äääh sorry, Kühlschränke und eine Gefrier-Garage voller Blechregale gefüllt mit allem, was der Sonntagsbruncher am nächsten Tag begehrt…

Auf der zweiten Längsseite dann das Paradies der Schleckmäuler, die Konditoreiabteilung: Dort werden die verschiedenen Stückli, Torten, Osterhasen und die Hausspezialität – eben die eingangs erwähnten Emmentaler Högerli – herstellt. Sehr süsse Pralinés mit Caramel- und Kirschfüllung, eine Versuchung, v.a. nach so einem üppigen Zmorge!

So, jetzt ist genug geschrieben – der Rest des Morgens war der Vereinspflicht gewidmet (siehe separates Protokoll) und der Nachmittag schliesslich der Verdauung! 

Ein Event der Superlative, zumindest was die Qualität und die Anzahl aufgenommener Kalorien/Stunde angeht…

En Guete!

Isabelle