14.06.2014 BIKE U GOLF

BikeGolf_2Punkt 09:45 trafen sich 11 sportbegeisterte Special Eventler auf am Bahnhof in Murten. Nachdem alle sieben Sachen in den Rücksäcken verstaut und das Tenue dem Anlass entsprechend angepasst wurde ging es auch schon los. Die erste Etappe führte uns ins Herz der Murtener Altstadt um beim Tourismusbüro die Golfschläger und Bälle abzuholen. Bei der gerade nebenan liegenden Kirche konnte man begleitet von „so schön“ Rufen zum ersten Mal die Aussicht auf den zu umrunden Murtensee und den Mont Vully, das „Piece de Résistance“ der bevorstehenden Tour werfen.

Nur wenige Radumdrehungen später konnten wir beim Schloss in Murten bereits ein erstes Mal unsere Golfkünste unter Beweis stellen. Wie sich bei einigen von uns herausstellte ist das Golfen auf einem Kiesplatz doch einiges mühsamer als auf einer gepflegten Minigolfbahn. Nichts destotrotz schafften alle das erste Loch ohne Verletzungen und Sachbeschädigungen was uns doch recht zuversichtlich auf den Rest des Tages blicken liess.

Nach einer kurzen Abfahrt und einer „flachen“ Gegensteigung trafen wir auch bereits beim zweiten Loch ein. Da waren auch schon erste Gemeinheiten eingebaut, musste doch der Ball irgendwie über oder um den Sockel des Denkmals der Schlacht von Murten gespielt werden. Nachdem wir ein Stück der Hauptstrasse entlang Richtung Faoug geradelt waren, konnten wir relativ entspannt auf Nebenstrassen dem dritten Loch entgegendüsen. Diese Loch war im Strandbad von Faoug zu finden. Einer der Schreiberlinge versuchte den Ball via Roman’s Kopf einzulochen was natürlich überhaupt nicht klappte.

Weiter gings entlang dem See Richtung Avenches Plage. Dort kam auf dem Campingplatz fast sowas wie Ferienstimmung auf. Dies war den erneutem „so schön“ Rufen deutlich zu entnehmen. Danach fuhren wir auf einer kleinen Zeitreise zu den römischen Überbleibseln in Avenches wo wir unter Begleitung eines Chores unser wohlverdientes Mittagessen einnahmen. Nach dem Essen merkte man deutlich, dass die Rucksäcke der Radler nun leichter wurden, denn die Steigung zur Arena von Avenches wurde von Jung und Alt mit Leichtigkeit gemeistert.

Nach einem weiteren Loch an der Stadtmauer von Avenches gings gemütlich und praktisch topfeben Richtung Salavaux. Nachdem wir das siebte Loch auf dem englischen Rasen von Salavaux gespielt hatten, teilte sich die Gruppe auf. Die Genussradler entschieden sich die Tour dem See entlang nach Sugiez fortzusetzen. Die Golfer nahmen den beschwerlichen Weg über den Mont Vully unter die Räder. Kurz nach Salavaux wurden wir mit der ersten Steigung belohnt. Einige von uns wähnten sich an der Tour der France beim Bezwingen der Alpe d’Huez. Nach dem Aufstieg wurden wir bei der Kirche Bellerive mit einer wunderbaren Aussicht über den See und die ganze Region belohnt.

Gemäss unserer Reiseleitung gings nun praktisch geradeaus zum nächsten Loch weiter. Nun geradeaus stimmte durchaus denn das Strässchen hatte praktisch keine Kurven. Einige von uns waren aber so naiv und dachten geradeaus heisst ohne Steigung. Nun, dem war nicht so. Aber was ist schon eine Radtour ohne eine oder zwei knackige Steigungen. Die Sonne brannte uns auf den Kopf und in unseren Oberschenkeln brannte das Feuer der Steigung. Das vorgehende Loch bei der Kirche war relativ einfach zu spielen. Dies wurde aber nun kompensiert. Das neunte Loch war nämlich in einem Kreisel am Hang gut unter einer Sitzbank versteckt. Auch hier versuchte doch tatsächlich wieder ein Spieler den Ball mithilfe des Kopfes einer Mitspielerin zu versenken. So unfaire Versuche werden natürlich nicht belohnt und der „Betrüger“ schaffte es zur Strafe nicht den Ball einzulochen.

Wer nun meinte, wir können an diesem Tag nicht mehr höher hinaus, der wurde Lügen gestraft. Um das nächste Loch auf dem Spielplatz von Vallamand zu erreichen, musste nochmals der eine oder andere Höhenmeter in Angriff genommen und der eine oder andere Schweisstropfen vergossen werden. Als Sahnehäubchen durften wir dort die längste Bahn des ganzen Parcours spielen. Relativ flach gings nun weiter zum nächsten Loch welches am Waldrand umgeben von hohem Gras lag. Der eine oder andere Teilnehmer war froh sich hier rasch ins Gras legen zu dürfen, da ihn die Strapazen des Grümpelturnieres vom Vortag langsam zu zeichnen begannen. Aber, Rettung nahte in Form von längeren Abfahrten. Dies konnte man vor allem beim  12. Loch spüren musste dies doch quer leicht bergwärts über das Strässchen angespielt werden. Weiter gings zum Campingplatz „Les 3 lacs“.

Unterwegs dorthin trafen wir auf der Rotary Brücke auf Wassersportler denen das simple ins Wasser hüpfen wohl zu langweilig war. Wählten sie doch für ihren Sprung ins kühle eine Variante wo sich mit Hilfe von Ringen vom einen Brückengeländer absprangen, sich unter Brücke durchschwangen und zum Abschluss gekonnt mit Saltos und Schrauben dem Wasser des Broyekanals entgegen stürzten. Beim Loch auf dem Campingplatz wurden zum letzten Mal die Wasserreserven aufgefüllt und das stille Örtchen aufgesucht.

Weiter gings entlang dem Broyekanal zum 14. Loch wo wir wieder auf die Genussradler trafen. Ganz entspannt sassen sie am Kanal und hielten die Füsse ins kühle Nass. Am 14 Loch konnte auch das erste und einzige Hole in one des Tages gefeiert werden. Gratulation an Nicole. Nun hatten wir bereits ein erstes Mal das Ziel in Murten vor Augen. Um dies zu erreichen mussten wir aber noch ein gutes Stück durch den Wald radeln. Beim 15 Loch war das Spielen eher zweitrangig, waren wir doch zu sehr mit dem Abwehren von Mücke beschäftigt. Danke dem edlen Anti Brumm Spender (Anmerkung der Redaktion: SPECIAL-EVENTS denkt eben fast an alles!).

Weiter gings mit Höchstgeschwindigkeit über Muntelier nach Murten. Wir waren so schnell unterwegs, dass wir das 16 Loch elegant links liegen liessen. Da in Murten am gleichen Tag ein Konzert stattfand, waren wir am 17. Loch nicht ganz alleine am Ufer des Sees. Nach einem knackigen Aufstieg erreichten wir das Kanonenmätteli in Murten und somit das letzte Loch. Müde aber glücklich blickten wir auf unsere Bike u Golf Tour zurück.

Herzlichen Dank an Ursula und Rolf fürs organisieren. Es war ein cooler Tag!

Chrigu und Priska