15.08.2014 IISCHTAUE

DepotBernmobilFreitag, 15. August 2014. Zwischen 18.35 Uhr und 18.45 Uhr trudeln die angemeldeten Teilnehmenden am vereinbarten Treffpunkt bei der Tramhaltestelle Guisanplatz-Expo ein. Der Eventmanager ist bereits fleissig dabei, den Beitrag einzukassieren. Wohlweislich hat er genügend Zweifrankenstücke als Rückgeld dabei.

Wir gehen los Richtung neues Tramdepot an der Bolligenstrasse. Unterwegs treffen wir auch Denny und Alessio, welche es fast pünktlich nach Bern geschafft haben. Beim Eingang erwartet uns Herr Rolf Meyer, niemand geringerer als der Leiter Unternehmenskommunikation von BERNMOBIL. Bereits bei der Begrüssung wird klar, wer für und wer gegen die geplante Tramlinie Köniz-Ostermundigen ist. Bei der Führung dürfen jedoch sowohl Befürworter als auch Gegner teilnehmen; das letzte Wort werden ohnehin die Stimmbürger der betreffenden Gemeinden Ende September 2014 haben.

Herr Meyer erklärt uns den imposanten Bau aus Stahl, Aluminium, Glas und Holz, welcher im Jahr 2011 in Betrieb genommen wurde. Er zeigt uns, wie das Regenwasser gesammelt wird und erzählt, dass die Dachfläche als Fotovoltaikanlage von EWB genutzt wird. Die Anlage liefert Strom für 60 Haushalte. Sollte es eines Tages notwendig sein, die Abstellfläche zu vergrössern, kann problemlos die Seitenfassade rückgebaut und anschliessend erweitert werden. Diese geniale Idee hatte jedoch leider kein Berner.

Im Innern des Gebäudes kommen die Dimensionen erst richtig zur Geltung. Das Gebäude ist 202 Meter lang und stellenweise bis 68 Meter breit. Es hat Platz für 28 Trams. Leider sind aktuell erst deren vier „iigschtauet“. Die restlichen Trams fahren grösstenteils noch ihre Runden bis Dienstschluss oder trudeln dann noch während unserer Führung im Depot ein. Auch ohne Heizung ist es angenehm warm im Gebäude.

Wir staunen über die technischen Möglichkeiten, so z.B. beim Räder auswuchten mit der Unterfluhrdrehbank oder beim Ausfahren durch das Tor, welches sich wie ein Lift nach oben bewegt. Auch die Waschanlage sowie der beheizbare Installationskanal sind eindrücklich. Was im Installationskanal als Discobeleuchtung den Anschein hat ist in Wirklichkeit die Warnbeleuchtung, weil die Leitung unter Strom steht. Und auch der Buzzer beim Tor ist nicht wirklich ein Buzzer, was vor allem die Präsidentin bedauerte. Dafür demonstrierte sie bald darauf „etwas unfreiwillig“, wie (und dass!!!) die Lichtschranke funktioniert, wenn man das Tor schliessen will und jemand nicht aufpasst.

Die Führung endet im Betriebsgebäude. Dort können wir sowohl auf dem Bildschirm als auch live verfolgen, wie ein Tram nach dem anderen einfährt und wie die Farben auf dem Display von pink auf grün wechseln, sobald ein Tram seinen vorgesehenen Abstellplatz erreicht hat. Die Gegner(in) und die Befürworter der geplanten Tramlinie Köniz-Ostermundigen können sich auch nach einem kurzen Argumenten-Austausch „völlig überraschend“ nicht einigen. So kommt es gelegen, dass schon bald der nächste Programmpunkt, das Abendessen im „Bella Vita“ auf dem Programm steht.

Kurz dankt Herr Meyer für das Interesse, welches wir dem Tramdepot entgegengebracht haben und unser Eventmanager dankt im Namen von SPECIAL-EVENTS für die interessante Führung und übergibt Herrn Meyer als kleines Dankeschön für die interessanten Einblicke und Ausführungen einen der begehrten SPECIAL-EVENTS-Rucksäcke!

Vor der imposanten Gebäudekulisse wird noch rasch das obligate Gruppenfoto geschossen und dann verlassen wir das BERNMOBIL-Areal, welches uns von seiner Grösse her sehr beeindruckt hat. Während sich nur eine familenbewusste Teilnehmerin bereits auf den Heimweg machen musste, pilgerten die übrigen mit knurrenden Mägen ins nahe gelegene Ristorante „Bella Vita“.

Kurze Zeit darauf hatten alle ihren Sitzplatz gefunden und schon etwas zu Trinken bestellt. Die „Lieferung“ erfolgte rassiger als später dann die Bestellung und „Auslieferung“ der Nachtessen dauerte. So hatten alle genügend Zeit, sich wieder einmal auszutauschen, über Tramlinien und den Depotbesuch zu diskutieren und auch mal einen Blick auf den Fernseher zu erhaschen. Kurz nachdem Kariem Hussein in Zürich einigermassen überraschend Europameister über 400 Meter Hürden wurde, gab es dann auch noch was zum Nachtessen. Das Warten hat sich aber gelohnt. Ein ausserordentlich leckeres Nachtessen und Pizzen der Extraklasse bildeten den kulinarischen Höhepunkt des Abends. Nach weiteren interessanten Diskussionen, teils magischen Momenten mit einem Kartenspiel und einem Kaffee hiess es dann „bezahlen“ und sich verabschieden.

Ein interessanter „Hinterdiekulissenblickevent“ ging bei guter Stimmung zu Ende. Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Interesse und BERNMOBIL und Herrn Meyer für die interessante Führung durch das riesig wirkende Tramdepot Bolligenstrasse. Ein Dankeschön auch an Priska für den Tipp mit dem „Bella Vita“ und der Fotografin Ursula für die gelungenen Schnappschüsse.

…die IISCHTAUE-Berichtsschreibenden:  Cornelia und Rolf