17.+ 18.09.2016 BÄTTAGS-WANDERIGLI

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Feuchte von unten und von oben

RPW. Während sich SPECIAL-EVENTS beim Standup-Paddling-Event noch auf’s gute Wetter verlassen konnte verhiessen die Prognosen für’s Bettags-Wochenende nicht die ultimative Trockenheit und Fernsicht. Im Gegenteil, Sändi Boner und Thömu Bucheli überboten sich fast mit irgendwelchen Szenarien zwischen Dauerregen und Starkregen. Zudem wollten sie sich partout nicht festlegen, ab welcher Uhrzeit die Sintflut wo stattfinden sollte. Zudem betonten sie immer wieder, dass es halt schon schwierig sei, das Wetter vorherzusagen. Eine alte Weisheit: Prognosen sind vor allem dann schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen…

So stellte der Eventmanager das Programm etwas um und die Wetterfrösche erhielten zumindest was die Niederschläge anging Recht. Nun aber der Reihe nach.

Am Samstag kurz vor 12 bestiegen 8 Gutgelaunte den Interregio nach Luzern und schon bald setzte sich der Zug in Bewegung. Als erste sportliche Herausforderung wartete der Bahnhof Luzern mit knapp 5 Minuten für einen Eilmarsch von Gleis 3 auf das am Horizont auftauchende Perron 12. Knapp 1/2 Minute vor Zugsabfahrt bestieg die Berner Delegation dann den Zug der Zentralbahn. Im Wagen warteten bereits die beiden Abgeordneten aus Zürich und Unterägeri. Ab Sarnen ging’s dann per Postauto hoch Richtung Berghotel Langis am Glaubenberg.

Im Berghotel Langis hiess es erst Zimmer beziehen und dann folgte eine erste Stärkung im Restaurant. Der Eventmanager lud dann zu einer Regen-Kurzwanderung mit Ausstiegsvariante bei Schwendi Kaltbad über den Moorpfad in Richtung Schlierental. Pünktlich um 1500 setzte sich die Regenschutz-Karawane in Bewegung und nach einem Mutterkuh-Umgehungs-Hindernis-Parcours war 15 Minuten später Schwendi Kaltbad erreicht. Hier hiess es für die 3 „Aussteiger“ bereits wieder Abschied nehmen um über das Teersträsschen nach Langis zurückzukehren. Hatten sich doch 2 davon „heimlich“ bereits vor Abmarsch die Sauna  aufheizen lassen – offenbar war ihnen die Postauto-Sauna beim Hochfahren noch nicht Sauna genug…

Der Rest der Gruppe erkundete dann den Moor-Lehrpfad durch das hintere Schlierental. Ab hier prägten nur noch Fische, Sing- und Wandervögel die auch im Regen wunderschöne Landschaft. Der gute Weg, die fast mystisch anmutenden Wolken- und Nebelfetzen verhangenen Waldhänge des Schlierengrats und Stille machten diesen Rundgang zu einem bleibenden Erlebnis. Nach guten anderthalb Stunden erreichte dann auch diese Gruppe wieder das schützende Dach des Berghotels.

Eine Dusche und einen Jass (für einige auch ein Nickerchen oder einen Saunagang) später konnte bereits das Nachtessen bestellt werden. Die bodenständigen Mahlzeiten mit ansprechenden Portionen wurden etwas später serviert und auch „verschlungen“. Für die erst mit dem letzten Postauto kurz vor dem Nachtessen angereiste Nachzüglerin ohne Wanderhunger stellte die Portion also eine rechte Herausforderung dar…

Den einen oder anderen Nesselrode (oder so) später begaben sich einige bereits zur Nachtruhe, andere kämpften noch mit Kakerlaken, Peperoni und anderem Gemüse. Nein, nicht die Hygiene des Berghotels war hier der Ausgangspunkt, sondern ein neues packendes Kartenspiel, welches die Teilnehmenden in ihren Bann zog.

Am Sonntagmorgen wartete ein feines Frühstücksbuffet auf die Wandergruppe. Zudem stand ein Make-It-Your-Self-Sandwich-Tisch bereit. So konnten alle herzhaft frühstücken und noch gleich die Wanderverpflegung für den Sonntag zusammenbasteln. Nachdem nun halt die Wetterfrösche mit ihren Niederschlägen doch Recht erhalten hatten, musste der Eventmanager schweren Herzens auch die vierstündige Wanderung zum Glaubenbielen beerdigen. Nachdem man sich schon fast auf die direkte Heimreise geeinigt hatte schaffte es die SPECIAL-Motivatorin doch noch, Interessierte für eine Kurzwanderung in Richtung Tal zu begeistern. Ein sicher guter Entscheid, welcher den 7 daran Teilnehmenden noch eine sicher in Erinnerung bleibende Kurzwanderung bescherte.

Um neun Uhr standen die glorreichen Sieben (inklusive dem speziell zu motivierten Mr. „X“) im Morgenregen bereit, verabschiedeten sich von den direkt Heimreisenden und schon ging’s auf Schuster’s Rappen entlang der Passstrasse runter. Nach knapp einem Kilometer konnte die grosse Strasse verlassen werden und über „Steinwurf“ stieg der Weg auf zur Hohnegg. Wurde nicht versprochen, es ginge nur runter? Wie dem auch sei, 70 Höhenmeter ging’s dann halt doch noch bergauf.

Dafür ging’s dann ab Hohnegg definitiv nur noch runter – und wie! Gerade runter in der Fall-Linie, der Weg war kaum ersichtlich und weit und breit weder ein Wegweiser, noch eine Rombe oder vielleicht ein „weiss-rot-weiss“… Trotzdem schienen die beiden Fährten-Lesenden die grobe Richtung getroffen zu haben. Ein Sumpfgebiet und zwei nur dank zwei anwesenden „Der-Stacheldraht-Zaun-Manuell-Knüpf-Kundigen“ zu bezwingenden Weidebegrenzungen später tauchte dann doch wieder ein Wegweiser aus dem Nebel auf. Er zeigte weiter „in die Tiefe“ und so ging der „Quer-Weid-Ab-Trip“ weiter, an einem Bauernhof vorbei und immer dem Bergbach entlang.

Beim nächsten Schopf stiessen die Suchenden dann auf einen Weg, welcher zu jenem Strässchen führte, welches seinerseits zur nicht mehr weiten Postautohaltestelle führte. Die Gruppe war so zügig unterwegs, dass es noch auf das Postauto auf seiner Bergfahrt reichte. Damit kamen alle in den Genuss einer Berg- und anschliessenden Talfahrt; nur unterbrochen von einer Pinkel- und Getränkebesorgungspause im Berghotel…

Ab Sarnen reiste die verbliebene Regenwandergruppe (ein „Über-den-Brünig-nach-Hause-Fahrenden ausgenommen) mit einem verdienten McCafe Besuch in Luzern mit der Zentralbahn und SBB zurück nach Bern.

So ging ein trotz misslichem Wetter toller Event zu Ende und alle konnten für sich beanspruchen, auch körperlich etwas geleistet zu haben. SPECIAL-EVENTS dankt allen Teilnehmenden für’s Mitmachen und die tollen Momente dieses Wochenendes.