15.+ 16.09.12 HARDCORE-BRIO

RPJ. Bereits um 0740 hatten Rolf und Ursula den Europcar-Bus am Bahnhof Wankdorf bereitgestellt. Unmittelbar nach Burkhalters traf die Sippe Janz (verstärkt mit „Gottibueb“ Nick) und Minuten später die Freiburger Frauen-Fraktion im Wankdorf ein. Pünktlich um 0800 waren alle reisebereit und angegurtet und so suchte sich der Profi-Fahrer Fritz den aktuell gültigen Weg über die Wankdorfkreisel-Baustelle zur Autobahn und schon bald zweigte das Gefährt in Härkingen auf die A2 ab. Die fehlenden Radiolautsprecher im Passagierraum wurden durch diverseste Mobile-Phone-Töne und das muntere Geplapper (soll nicht abwertend sein!) der beiden jüngsten weiblichen Passagiere mehr als aufgewogen. Es tönt so schön: „I bü o Seisler“ oder so…

Kurz nach dem Belchentunnel gab’s auf einem Autobahnrastplatz bei kühlem aber trockenem Wetter eine kurze Kaffe-, Choco-Drink-, Brötchen-, Gipfeli und Pinkelpause. Auch hier ging’s dann rasch weiter in Richtung Deutschland, wobei noch erwähnt werden müsste, dass Fritz eine „Abkürzung“ via Rheinfelden-Lörrach wusste. Ohne Halt über die Grenze („Schengen“ sei dank ;-)) und voll durch die Nieselregenfront bis zur extra für den Europapark gebauten Autobahnausfahrt „Rust“. Kurz nach einer kleinen Rundfahrt um den Europapark und durch das Städtchen Rust wurde der Bus um 1030 hinter dem Hotel am Park abgestellt und schon verteilte Rolf die Zweitagespässe und die Zugangsdaten fürs Hotelzimmer.

Beim Parkeingang teilten sich die 12 Teilnehmenden in 2 Gruppen. Die Sippe Janz (netto) wollte sich mit ihren beiden Jungs um die etwas ruhigeren Attraktionen bemühen während sich Nick mit dem Rest der Gruppe aufmachte, die etwas rassigeren „Rides“ zu entdecken. Die angegebenen Wartezeiten bei „Silverstar“, „Eurosat“ und „Euro-Mir“ veranlasste das grössere Grüppchen, gleich durch den Park nach hinten in Richtung der neuesten Europark-Attraktion weiterzuziehen. „Wodan Timbur Coaster“, die beeindruckende Holzachterbahn lockte nicht nur die SPECIAL-EVENTS-Teilnehmenden. Die angegebene Wartezeit von 120 Minuten liess die Lust auf diese Achterbahn etwas abflauen und so einigte man sich, vorher noch die 60 Minuten für „Bluefire“ zu opfern. Das Anstehen dauerte sogar etwas weniger lang als angegeben und schon erlebten die mutigen Looping-Fans das ultimative Beschleunigungsgefühl von 0 auf über 120 in weniger als 4 Sekunden. Während die jungen Freiburgerinnen und Nick die Fahrt unbeschadet überstanden hatten die Erwachsenen bereits einen „Ausfall“ zu beklagen…

Da sich das Wetter zusehends verbesserte entschieden sich die Jüngeren und der Junggebliebene, die eher feucht angehauchte Attraktion „Whale Watching“ – sie stand übrigens ohne Wartezeit zur Verfügung – zu besuchen. Der Besuch dieser Attraktion war äusserst erfolgreich – kurze Zeit später waren alle 4 Teilnehmenden plitschnass. Die Sonne und der für 1 Euro zur Verfügung stehende Turbo-Föhn liessen die „Opfer“ schon bald wieder trocknen.

Um 1500 trafen sich alle wieder im Seerestaurant, wo sich alle gemeinsam für den weiteren Nachmittag stärkten. Von Spaghetti über Salat bis einfach zu einem Stückchen Sachertorte, jede und jeder fand etwas, was ihm oder ihr mundete…

Nach dem Mittagessen hiess es dann eine gute ½ Stunde anstehen und schon ging’s los mit „Fjord Rafting“. Verteilt auf zwei dieser Boote ging’s den rasanten Wasserkanal hinunter. Nebst einigen Spritzern aus dem Wildwasserkanal gab’s dann für zwei Erwachsene so als Sahnehäubchen noch etwas Wasser obendrauf. So haben wir auch noch was gelernt: „Manchmal kommt Wasser auch von oben und hier sogar von Menschenhand gesteuert, bzw. ausgelöst“. Der 50-Cent-Schlucker-Wasserbomben-Automat wurde anschliessend gleich einmal von allen jugendlichen Teilnehmenden getestet und eben… Schadenfreude ist halt schon die grösste Freude…

Anschliessend wurden noch „Euro-Mir“, „Posseidon“, „Eurosat“ und „Silverstar“ er-fahren und noch vor dem Nachtessen sollte bei einer etwas kürzeren Wartezeit doch „Wodan“ noch dran glauben. Tja, während das Essen auf 2000 reserviert war und die Fahr-Willigen um 1915 bei „Wodan“ ankamen, wurde dort „nur“ noch eine Wartezeit von 55 Minuten „angeboten“. Zu viel, so wurde dann halt gleich der Weg zum Hotel unter die Füsse genommen.

Im Hotel gab’s erst das Gepäck aus dem Bus und den Zimmerschlüssel; dann folgte ein feines, italienisches Nachtessen. Schön, dass bis dahin alle Teilnehmenden wieder feste Nahrung zu sich nehmen konnten. Den Bauch halten musste man sich höchstens beim Geniessen der Darbietung unserer jungen Freiburger Schauspielerin. Es hat einfach Spass gemacht, keiner konnte sich ihrem Humor entziehen.

Nun, der Parkbesuch machte auch müde. Da am Sonntagmorgen noch ein weiterer Versuch für einen „Wodan“-Besuch geplant war, bezahlten alle ihre Zeche und zogen sich in die Zimmer zurück…

Nach einem sehr leckeren Frühstück am Sonntag wurde das Gepäck im Bus verstaut und noch vor 0900 „hingen alle am Gitter“, welches den Park verschloss. Unglaublich, wie viele Cars und Leute schon um diese Zeit den Weg zum Park gefunden hatten. Pünktlich öffnete sich das grosse Tor und eine Menschenmenge wälzte sich in Richtung „Russland“, dem Parkteil mit „Wodan“ und „Bluefire“. Trotz den parkinternen Hotelgästen, welche den Park bereits ½ Stunde früher betreten durften wurde der Einsatz mit einer nur 45-minütigen Wartezeit belohnt. So wurde der Traum von „Wodan Timbur Coaster“ am Sonntagmorgen doch noch wahr. Da die Wartezeit nach der Fahrt bereits wieder über eine Stunde betrug zog das Grüppchen dann weiter zu „Bluefire“ und während die einen dort in die Warteschlange einbogen zogen es andere vor, eine Runde mit dem Monorail zu drehen, eine Zuckerwatte zu schlecken oder einfach die Zeit bei schönem Wetter an der Sonne zu geniessen.

Obwohl es am Sonntag doch etwas weniger Leute hatte als am Samstag, mit Ausnahme des erneut genutzten „Whale Watching“ (3 x gleich durchgefahren ohne auszusteigen) waren überall ansprechende Wartezeiten zu bewältigen. Trotzdem schafften es alle, noch die eine oder andere Attraktion zu geniessen und sich sogar hin und wieder zu verpflegen oder einfach nur eine Waffel zu naschen.

Noch einmal wurden „Eurosat“ und „Silverstar“ beehrt und schon hiess es wieder auf die Zeit achten, um ja nicht die Bus-Abfahrt um 1630 zu verpassen.

Pünktlich um 1630 fanden sich alle wieder beim Bus ein und kurze Zeit später setzte Fritz das Vehikel wieder in Richtung Schweiz in Bewegung. Auf der Autobahn ging’s in Richtung Freiburg i.B. und dann gegen Basel. In Weil am Rhein wurde die Grenze überquert und schon bald lag Basel im Rückspiegel. Wie es zu diesem Zeitpunkt aussah wäre die Reise pünktlich um 1900 in Bern zu Ende gegangen. Nun gab’s noch eine letzte Pinkelpause bei der Raststätte Pratteln und Minuten später ging‘s weiter in Richtung Belchentunnel.

Kurz nach dem Belchentunnel blinkten erste Stauwarnungen auf und gleich vor dem Autobahnkreuz Härkingen standen die zwei nach Bern abzweigenden Spuren völlig still. Nun ja, die Teilnehmenden waren ja das Anstehen inzwischen gewohnt… Nach einer ¾-Stunde ging’s dann erst im Schritt-Tempo auf die A1 und kurze Zeit später waren zwar noch viele Autos unterwegs, aber flüssig ging’s weiter in Richtung Abendstimmung und Bern… Mit einer knapp einstündigen Verspätung bog der Bus beim Bahnhof Wankdorf ein und alle Teilnehmenden traten individuell die Heimreise an…

Gerne danken wir an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich allen Mitreisenden für die Teilnahme, unserem sicheren und ruhigen Chauffeur Fritz für die gemütliche Fahrt, dem Eventorganisator Rolf für die Organisation, Ursula für die Fotos und unserem Präsidente und Webmaster für die Publikation der Einladung und der Fotos samt diesem Bericht.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Trip: Obwohl in dieser Zeit keine Schulen Ferien haben ist das Bettags-Wochenende im Europapark sehr gut besucht und äbe – Wasser kommt auch beim „Fjord-Rafting“ manchmal unerwartet von oben…