27.03.10 MUTZE-GLOTZE

dro. Es war ein sonniger und doch kühler Samstag der 27. März. So trafen die Teilnehmer am geplanten Treffpunkt, grosser Bärengraben in Bern auf die 14:25 langsam ein. Es waren dies Ursula Aeberhard, Franz Bühler, Elisabeth Burkhalter, Fritz und Sarah Burkhalter, Beatrice Dervey, Heidi Maurer, Daniel Rothen, Gerhard Ruf, Pia Schäfler, Andreas Schneiter, Giovanna Severgnini, Patrick Siegfried, Anja, Nina, Sabine und Daniel Zaugg und natürlich der Verursacher Rolf Peter als Eventmanager. In der Zwischenzeit konnten wir bereits «Finn» in seinem abgetrennten Gehege beobachten. Als auch die letzten vom Toilettengang zurückgefunden hatten und alle versammelt waren, empfing uns eine Frau Sandra Papachristos für eine stündige Führung über die Geschichte des Bärenparkes.

Die erste überlieferte Nachricht von einem Bärengraben in Bern beim Käfigturm stammt aus dem Jahre 1441. Er wurde 1857 eröffnet und 1925 mit einem kleineren Graben für die Aufzucht von Jungtieren ergänzt. Die Stallungen wurden in den 1970er-Jahren saniert.

Die neue Anlage wurde am 22. Oktober 2009 offiziell eingeweiht (eine über 6000 Quadratmeter grosse Freianlage) und ist seit dem 25. Oktober für Besucher zugänglich. Kurz vor der Eröffnung geriet der Bärenpark in die Schlagzeilen, weil die tatsächlichen Baukosten von etwa 24 Millionen Schweizer Franken das ursprüngliche Budget von 9,7 und später auf 14,5 Millionen korrigierte Schweizer Franken erheblich überstieg, hauptsächlich wegen dem unstabilen Aarehang.

Nachdem der Bär «Pedro» am 30. April 2009 eingeschläfert werden musste, blieb der Graben vorerst leer. Seit Anfang Oktober 2009 wird die Anlage von den zwei Bären «Finn» und «Björk» bewohnt.

Im Dezember 2009 brachte «Björk» in einer Höhle der Bärenanlage zwei Junge zur Welt. Ihnen wurden vorläufig die Namen «Berna» und «Urs» gegeben, obwohl ihr Geschlecht noch nicht festgestellt werden konnte.

Nun gingen wir weiter und hielten auf der Treppe, auf der Höhe der Höhle, an. Fritz stellte die Frage, wieso die Treppe nicht breiter gebaut wurde, da dies ein Engpass darstellt. Dies sei Absicht, da ansonsten bei sonnigen Tagen zu viele Besucher sich in diesem Gebiet aufhalten und dies die Bärenmutter mit ihren Kleinen stören könnte. Was essen die Bären hauptsächlich? Nebst dem Bekannten wie Fisch, Honig und Beeren ernähren sich Bären auch von Gras und Pflanzen, damit die Verdauung in Gang kommt. Im Gehege entdecken wir einen Elektrozaun. Dieser dient dazu, dass falls eine Person hinein fällt, die Bären nicht in dessen Nähe kommen um diese anzugreifen. Der Korridor entlang der Wand führt dann in einen Sicherheitsraum mit Telefon, welcher nur mit Hilfe der Feuerwehr wieder verlassen werden kann.

In der Zwischenzeit zeigt sich die Bärenmutter «Björk», legt sich aber gleich im Höhleneingang nieder, so dass wir die Jungen «Berna» und «Urs» leider nicht zu Gesicht bekommen. Bei «Finn» angekommen, gönnt dieser sich ein erfrischendes Bad und zerrt an dem Gitter zu den anderen Bären. Schade! Es gibt kein Durchkommen… So beginnt er sein Revier umzugestalten und reisst hier und da kleine Bäume oder Äste aus. Vor wenigen Wochen wurde eine Person schwer verletzt, da diese über die Mauer ins Gehege (über 6 m hoch) gesprungen war. Nun soll der Drahtzaun weitere Unfälle verhindern.

Frau Papachristos verabschiedete sich nun und wir konnten den Park auf der Westseite verlassen. An der Bushaltestelle verabschiedeten sich alle, welche nicht an der anschliessenden Hauptversammlung vpm SPECIAL-EVNTS teilnahmen. Mit dem Bus und weiter zu Fuss steuerten wir die zentralste Waldhütte von Bern an.

Die 10te HV von SPECIAL-EVENTS fand dann in der gemütlichen achteckigen Waldhütte im Innenhof des Ristorante Tre Fratelli im City West statt; dies obschon der Wald vor wenigen Tagen leider weggeräumt worden war. Wie üblich wurde alles mehr oder weniger reibungslos verabschiedet, ausser den kritischen Fragen von Dänu Zaugg bei den Finanzen. Souverän konnte der Vorstand alle Fragen beantworten und alle einstimmig wieder gewählt.

Nun waren alle hungrig und die Spaghetti mit drei verschieden Saucen kamen gerade rechtzeitig. Nur eine Person verzichtete auf den reichaltigen Salat (gäu Rolf) und zum Glück waren nicht alle Saucen mit Grünzeug oder scharf errichtet worden. Hungrig verliess den gelungen Anlass niemand und alle fanden irgendwie wieder nach Hause.