21.05.2017 BRUNCH ON THE WATER

…von Thun nach Interlaken

Es hätte vieles schief gehen können an diesem Sonntagmorgen: Die Wetterprognose war einige Tage vorher noch sehr bescheiden, Priska Rüdisühli hätte infolge Demolierung einer unschuldigen Kaffeemaschine verhaftet werden können und überhaupt, es herrschte Verwirrung wo genau man sich denn nun treffe. Vor dem Schiff? Auf dem Schiff oder gar darunter? Aber nichts Schlimmes traf ein. Das Wetter war frisch, aber sonnig und die Truppe fand sich schlussendlich auf dem augenscheinlich ausgebuchten Schiff.

Pünktlich um halb Zehn begann die Fahrt kreuz und quer über den Thunersee, mit Halt an vielen beschaulichen Stationen. Für uns interessanter war jedoch definitiv das Frühstück, schliesslich fand der Event unter dem Motto “BRUNCH ON THE WATER” statt. Und enttäuscht wurden wir nicht, die Auswahl war wirklich grosszügig: vom Butterzopf bis zum Gipfeli, von gebratenem Speck und Spiegelei über Käse, Schinken und Müesli, es war für wirklich jeden Geschmack etwas dabei. überraschenderweise waren die Wartezeiten am Buffet trotz vollem Schiff sehr kurz, man hat gemerkt, dass die Schifffahrtgesellschaft so einen Event nicht zum ersten Mal durchgeführt hat. Einzig auf den Kaffee musste man vielleicht einen Tick zu lange warten. Und dass das Buffet mit regionalen Produkten beworben wird, die Konfitüre aber schlussendlich die altbekannten, abgepackten Aluschälchen sind, war etwas schade. Aber das ist zugegeben Jammern auf hohem Niveau.

Dank des guten Wetters war Seegang Gott sei Dank kein Thema, Frau Rüdisühli merkte aber an, dass es auch auf einem Schiff kein Vergnügen sei, rückwärts zu fahren und dabei auch noch zu frühstücken. Wir vertrauen ihr bei diesem Thema einfach mal.

Nach diversen Zwischenstopps, viel Kaffee und ebenso viel Essen getrauten sich einige auch nach Draussen, wo man dann doch merkte, dass das Wetter zwar sonnig, der Wind aber auch sehr frisch war. Die Raucher nehmen so etwas natürlich gelassen hin, aber auch die nicht-süchtigen genossen die letzten Minuten der Fahrt bei grandioser Aussicht draussen.

Gut genährt kamen wir schliesslich vor 12 Uhr in Interlaken an, wo nur wenige Minuten später bereits der Zug zurück nach Thun wartete. In Thun schliesslich verliessen alle bis auf den Autor den Zug, und prompt wurde der Schreiberling der direkt nach Bern weiterfuhr mit einer Welle auf dem Perron verabschiedet. Das muss man erst einmal erlebt haben. Ein wirklich gelungener Morgen mit gutem Essen und vielen guten Gesprächen.

Andreas Zangger