13.06.09 HOLE IN TOWN

Stadtgolf in Fribourg? Wir konnten uns leibhaftig noch nicht vorstellen, wie das genau funktionieren soll. Aber heute war der Tag der Lüftung dieses Rätsels.

Es trafen alle pünktlich beim angegebenen Treffpunkt ein. Naja, fast alle. Auch die letzten (Namen werden keine genannt) haben noch den richtigen Zug nach Fribourg erwischt. Das Glück war auf unserer Seite, wir konnten es uns in einem 1.-Klassewagen so richtig gemütlich machen.

Da noch nicht alle richtig wach waren, wurde als erstes bei der Ankunft in Fribourg ein Kaffeestand angesteuert. Gut gestärkt und fit folgten wir Ursula zum Touristenbüro, wo wir die etwas komisch aussehenden Golfschläger und violetten Bälle (wieso eigentlich nicht blaue, die würden ganz sicher besser rollen ?) sowie den Stadtplan entgegennahmen. Bei der ersten Strassenüberquerung kam die Frage auf, warum es in Fribourg so komische Zebrastreifen gibt? Die Antwort: Im Welschland ist eben alles ein bisschen anders…

Beim ersten Loch angekommen, waren die zwei Gruppen schnell eingeteilt. Schon bei den ersten Schlägen auf dem Rasen hat es sich gezeigt, dass es nicht gerade einfach ist, den Ball Richtung Ziel zu spielen. Nachdem die erste Gruppe ihre Bälle eingelocht hatte, zogen diese weiter und schon bei Loch 3 musste Schneiti unter eine Treppe kriechen und mühsam den Ball zwischen dem Katzenkot hervorholen. Als Belohnung für diese Mühe, fand er einen Reserveball. Trotz ausführlicher Warnung an Gruppe 2, ignorierte Sarah diese vollumfänglich und schlug den Ball ebenfalls unter die Treppe. Zum Glück war Sigi der Retter in der Not und Sarah konnte das Spiel mit eigenem Ball fortsetzen. Weiter ging es mit einem gemütlichen Stadtbummel durch Freiburgs Altstadt der Saane entlang. Der Posten 6 hat sich als heimtückisch erwiesen. Rolf spielte den Ball tief ins Gebüsch und deshalb hat sich Fritz gedacht, lieber der Strasse entlang spielen, doch der Rollwiderstand auf dem Asphalt ist so gering, dass der Ball um ein Mehrfaches der Distanz zum Loch über das Ziel hinausrollte.

Auf dem Weg zu Loch 7, war Lie so konzentriert auf das Spiel, dass sie sogar eine wunderschöne, kleine Kapelle in ein Hüttli verwandelte. Der Parcours führte uns weiter an der Kaserne vorbei, wo Sigi seine Zeit als Rekrut verbrachte. Er hat uns über seine ganze Rekrutenzeit aufgeklärt. Wir wissen sogar, dass er im 3. Stock, links in einem 30er Schlag geschlafen hat.

Nun wurde der Hunger immer wie grösser, so wollten wir einfach nur noch schnell Loch 9 hinter uns bringen. Endlich war es soweit und wir setzten uns auf eine schöne Terrasse mit Ausblick auf die Sarine und die Pont de Berne. Als Vorspeise assen fast alle den feinen Salat und wählten die Röstizza aus.

Voller Energie konnten wir den Rest vom Golfkurs in Angriff nehmen. Bei Loch 15 passierte das scheinbar Unmögliche: Weitab vom Ziel schlägt Schneiti seinen Ball in den Busch, doch siehe da, der Ball wurde direkt ins Loch abgelenkt und er schaffte das einzige Hole in one an diesem Tag. Am Loch 16 bissen sich alle die Zähne aus, so dass alle eine 7 schreiben mussten.

Der Weg zu Loch 17 führte bei grosser Hitze im Frühling über eine Treppe hinunter. Da wurden wir von Beatrice informiert, dass es hier im Sommer sehr heiss wird. Dann müsste es einen Rekordsommer geben, um diese Temperaturen noch zu toppen.

Zum Ausklang dieses tollen Events, gönnten wir uns ein feines Soft-Ice im McDonald’s.

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatorin dieses super Events!

Sarah und Fritz Burkhalter für SPECIAL-EVENTS