27.01.07 GLÜHENDE KUFEN

RPJ. Seit Jahren hat es im Januar nicht mehr so wenig Schnee gegeben, ein Vergleichsjahr war offenbar 1956, aber das haben wir dann doch noch nicht so richtig mitbekommen. Entsprechend zurückhaltend folgten denn auch die Anmeldungen zum diesjährigen Schlittelevent GLÜHENDE KUFEN. Sollten die 10 „unverbesserlichen” Optimisten belohnt werden?

… sie wurden es… Rechtzeitig, genau gesagt am Dienstag vor dem Event, schüttelte Frau Holle erstmals in diesem Winter etwas die Kissen und bereits am Mittwoch meldete die Sesselbahn Ramslauenen, dass sie den Betrieb am Samstag aufnehmen werde. Somit konnte der Event definitiv durchgeführt werden.

Am frühen Samstamorgen machten sich Rolf, der Eventorganisator und Ursula auf den Weg in’s Kiental. Die Strasse war grösstenteils bereits wieder trocken und so trafen sie um 0830 bei ganz leichtem Schneefall bei der Talstation des Sessellifts ein. Nach einem kurzen Aufstieg zu Fuss erreichten sie noch vor 0900 Uhr Geres Hüttli in der Bachweid. In der Stube trafen sie auf gemütliche minus 3 Grad (kälter als draussen). Und hier sollte am späten Abend dann noch die angekündigte, heisse Überraschung stattfinden? Nun, nachdem das Wasserschiff aufgefüllt war wurden beide Ofen im Haus tüchtig eingeheizt. Danach lockte aber definitiv die Piste.

Bereits beim Aufstieg hatten Rolf und Ursula feststellen können, dass die Verantwortlichen ein Optimum aus dem Schlittelweg herausgeholt hatten. Begleitet von einem leichten Schneeschauer ging’s per Schlitten zügig runter zur Talstation und dann mit der Hochleistungsförderanlage (Kapazität < 300 Personen/h) hoch zur Bergstation Ramslauenen.

Die Aussicht vom Sessel hiess unsere Erkunder die vorsichtige Variante wählen: Gemütlicher Fahrweg statt steinige „Down-Hill-Abkürzung” in der Falllinie. Nachdem sich aber der gut präparierte Weg als nicht sehr gleitfreudig entpuppte wichen die beiden weiter unten doch noch auf die Express-Variante aus. Es sollte für das gesamte Wochenende das letzte mal bleiben. Unglaublich, aber der Blick vom Sessellift hatte nicht getäuscht. Es hatte zwar etwas Schnee zwischen den Steinen, aber von Genuss konnte da keine Rede mehr sein. Nach dieser Erfahrung wurde dann, zumindest im unteren Teil, nur noch die gemütliche Variante befahren.

Auf halbem Weg zur Talstation kreuzten die beiden David, welcher mit dem Lift aufwärts unterwegs war. Als Treffpunkt wurde das Hüttli vereinbart, so dass Rolf schon wieder ein paar Holzstücke nachlegen konnte. Die Innentemperatur war inzwischen bereits auf schon fast wohlige plus 5 Grad geklettert… Gemeinsam mit David gings dann wieder auf den Schlitten und kurz nach dem Mittagessen (bei inzwischen 22 Grad in der Hütte -> je nach Mess-Höhe ab Boden auch 16 Grad) stiessen Trix und etwas später auch Isabelle und Gere zu den bereits „Eingefahrenen”.

Eine „Feuerung” später – jede Abfahrt wurde toll Holz nachgelegt – waren auch Karin, Sigi und Lie im Haus anzutreffen. Als sie dann die Schlittenmontur gesetzt hatten reichte es gerade noch für eine Testfahrt vor der letzten Bergfahrt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es auch Thomas ins Kiental geschafft; die Temperatur im Bachweidhüttli war inzwischen auf rekordverdächtige 35 (!) Grad angestiegen (das Geschirr und die Sitzgelegenheiten wirkten aber immer noch nicht sooo warm.

Im Bergrestaurant Ramslauenen wurden wir nach einer kurzen Wartezeit bereits mit einem herrlichen Fondue (mit einem Schuss Schnittlauch und viiiiiiel Knobli) verwöhnt. Die 3-er-Caquelons waren relativ schnell leergefuttert, das 4-er-Caquelon jedoch half, dass definitiv niemand hungrig vom Tisch musste.

Nach dem gemütlichen Teil mit etwas Kaffee „plus” oder einem Gläschen Wein ging’s dann an die Vorbereitung für die wohl letzte Abfahrt des Tages. Nebst Jacken, Kaputzen und Helmen wurden auch die Stirnlampen montiert, so dass die Nacht (es war zwar schon fast Vollmond) nicht soo dunkel sein sollte. Die Abfahrt wurde in kurze Teile etappiert, so dass niemand verloren gehen konnte. Herrlich, der Schnee war jetzt (wie die Luft) etwas kälter und so liefen die Schlitten hervorragend. Nach einem kurzen Fotohalt gings dann weiter bis oberhalb von Gere’s Weidhüttli. Da der Sessellift in dieser Nacht auch zwischen 1900 und 2200 Uhr arbeitete nahmen die Unverwegensten sowohl die Berg- wie auch die Talfahrt nochmals unter die Kufen. Die übrigen Teilnehmenden wärmten sich dann bei nur noch 25 Grad auf und genossen noch Sigi’s kostenlosen Men’s Strip.

Geschätzt wurde sowohl der von SPECIAL-EVENTS offerierte Punsch wie auch der Geburtstagskuchen von Isabelle, welche am Sonntag dann den 27. Geburtstag (oder so) feierte. Diese Spende sei auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlich verdankt.

Während der offizielle Event nun eigentlich hier zu Ende ging nahmen David, Isabelle, Sigi, Rolf, Thomas und Lie die Chance war und übernachteten gleich im Kiental. Sie verwöhnten sich am Sonntagmorgen noch vor dem grossen Schlittleransturm mit 3 Super-Abfahrten und viel Sonne!

Fazit: Es wäre schade gewesen, wenn dieser Event nicht stattgefunden hätte. Bedingt durch die doch zahlreichen Steine hat vielleicht die Seele der Mietschlitten-Fahrer weniger gelitten als die von Trix, Gere und Rolf, welche auf den eigenen Gefährten zu Tale brausten.

Es het gfägt, u wär nid isch drbi gsi, het ds bis zu däm Zytpunkt wohl beschte Schlittuwuchenändi i dr loufende Saison 2006/2007 verpasst. Es härzlechs „Merci” aune Teilnähmende, dr Fotografin Isabelle u o em Organisator u Fotograf Rolf.