17.08.07 RAKLETTERIA

Es ist bereits 18.05 Uhr und noch keine Teilnehmer sind eingetroffen. Dies löst beim Grillchef und Eventverantwortlichen Rolf Peter keine Panik aus, hat höchstens einen Kontrollblick auf Datum und Zeit zur Folge. Der Treffpunkt liegt idyllisch direkt an der Emme, die Hütte ist klein und gemütlich. Kaum zu glauben, dass die friedlich plätschernde Emme knapp 10 Tage zuvor über die Ufer getreten ist und der Hütte einen Sandstrand beschert hat. Für ein Beach-Volleyballfeld ist die Fläche eindeutig zu klein und Beach-Ping-Pong wurde noch nicht erfunden, so wird das Ganze wohl im Sand verlaufen.

Nach und nach treffen nun die Käseliebhaber ein und drei Minuten später sind auch die Kartoffeln gar. Oder sind es doch eher fünf Minuten? Daniel Rothen traut auf jeden Fall dem Dampfkochtopf nicht und bringt sich lieber nach draussen in Sicherheit. Man weiss ja nie, wann das Zeug explodiert. Aber Ursula hat alles völlig im Griff und die Kartoffeln sind auf den Punkt gar. Schnell sind auch die übrigen Zutaten zum Raclette vorbereitet und wir wenden uns der Hauptsache eines Raclettes zu, dem Käse. Dank Special-Events lerne ich eine weitere kulinarische Köstlichkeit kennen, nämlich Raclette vom Grill. Pizza auf dem Racletteofen hatten wir ja schon im Jahr 2005 nun also Raclette vom Grill. Konsequenterweise sollte es bei irgendeinem Event noch Fleisch aus dem Pizzaofen geben, der phantasievollen Essenszubereitung sind ja keine Grenzen gesetzt.

Bleiben wir aber vorerst beim Raclette vom Grill. Für Aussenstehende schwierig vorzustellen, es funktioniert auch nicht mit jedem Grill. Gasgrill, Kugelgrill und Elektrogrill sind dazu vollkommen ungeignet, man benötigt dazu den guten alten Klappgrill, welchen ich unter dem Namen Bonanza Joe kenne. Mit einem Drahtgeflecht wird ein senkrechter Holzkohlebehälter gebastelt, zwei Metallstäbe, ein Holzbrett mit dem Käse drauf und fertig. Stimmt, Holz brennt bekanntlich, deshalb sollten die Bretter vorgängig gut gewässert werden und während dem Käseschmaus regelmässig gewendet und ausgewechselt werden.

Das Raclette mit Grillgeschmack schmeckt sehr gut, so dass der Grill-Käsemeister ziemlich ins schwitzen gerät. Der Salat wird restlos verputzt bevor sich Rolf ein Blättchen ergattern kann und auch die zweite Ladung Kartoffeln ist bereits weg, als unser Präsident Andreas Schneiter eintrifft. Immerhin hat es noch genügend Käse, so dass auch er satt wird.

Nach erfrischendem Fruchtsalat, bei Kaffee und Güetzi beginnt nun also der ernste Teil des Abends. Wenn Dias gezeigt werden ist man wohlweislich anwesend, sobald die Gefahr besteht, selbst auf den Bildern zu erscheinen. So kann man wenigstens „weiter“ rufen und verkürzt den anderen den eigenen Anblick oder kann wenigstens selbst mitlachen. Wir beginnen chronologisch mit dem Jahr 2002, meinem Special-Events Beginnerjahr. In 5 Jahren haben wir uns doch zum Teil markant verändert. Besonders augenfällig ist dies bei Nina, der Tochter von Dänu Zaugg. Bei 1000 Tagen Special-Events erst ein paar Tage alt und somit jüngste Special-Events Teilnehmerin aller Zeiten, feiert sie in diesem Jahr bereits ihren 5. Geburtstag.

Nachdem die mysteriösen Lichter und Gestalten vor der Hütte als Feuerwehrübung und somit als harmlos identifiziert wurden und sich alle mit frischem Kaffee und Güetzi eingedeckt haben, folgt ein historischer Moment. Die letzten Dias von Special-Events werden gezeigt. Die digitale Fotografie hat auch hier Einzug gehalten und die analoge Fotografie verdrängt. Im Jahr 2006 wurden die letzten Dias geschossen. Auch diese Dias sorgen für viel Gelächter und die eine oder andere Anekdote wird erzählt.

Fazit des Abends: 
Raclette schmeckt auch vom Grill gut. 

Die Anmeldung zur Wahl als „Miss fotogen“ kann ich mir definitiv sparen.