30.11.- 02.12.07 MUSICAL CHRISTMAS

grw. Für einmal ging die Reise in „unsere“ Richtung, so dass Rolf und Ursula, Daniel und Sabine, David und Simone wie auch Sigi bereits im Zug sassen, als wir – Daniel und Gabriela – in Langenthal zustiegen. Prompt wurden wir denn auch als „Langschläfer“ begrüsst – dies um kurz nach acht in der Frühe an einem freien (!) Freitag Morgen. Beim Umsteigen in Zürich stiess auch noch Lie zu uns, so dass – nein, nicht das dreckige Dutzend! – die perfekte Zehn (Teilnehmer) erreicht war.

Da wir genau zur Mittagszeit in Stuttgart ankamen, steuerten wir gleich im Bahnhof die erste Verpflegungsmöglichkeit an – Mc Café. Selbst als Bush-Kritikerin konnte man dem verlockenden Angebot an Muffins, Bagels, Brownies, etc. nicht widerstehen … und der Kaffee war auch hoch willkommen und nicht übel. Nach der Weiterreise per S-Bahn zum Ibis-Hotel und dem Bezug der Zimmer, trafen wir uns alle warm eingepackt zum ersten gemeinsamen Besuch des berühmten Christkindlmarktes. „Wer möchte Kebap von Ützel Brützel?“ – kein Witz von Rolf sondern tatsächlich der Name eines Imbiss-Lokals in der Innenstadt.

Der Stuttgarter Christkindlmarkt ist wirklich eine Reise wert! Liebevoll und originell sind die unzähligen Stände dekoriert, das Angebot ist riesig, aber doch immer mit weihnachtlichem Bezug. Ganz besonders faszinierten uns der wunderschöne handbemalte Christbaumschmuck und die tollen Holzschnitzereien. Auch der Blick nach oben lohnte sich: von den Stand-Dächern winkten uns Engel und St. Nikoläuse zu, sangen Rentiere und nickten freundliche Esel zu uns herunter. Der Markt befindet sich in der architektonisch sehr attraktiven Stadtmitte, rund um den Schlossplatz, das Alte und das Neue Schloss und den Schlossgarten bis zum Rathaus, so dass man nebenbei die beeindruckendsten Bauwerke Stuttgarts zu sehen bekommt. Sehr beeindruckt hat uns auch die Modell-Eisenbahn-Anlage in welcher zwischen niedlichen Häusern sogar eine kleine Dampf-Lokomotive mit Eisenbahn-Wagen für Kinder verkehrte. Reihenweise blieben Männer wie festgeschraubt vor dieser Modell-Anlage stehen! Wir genossen aber auch bereits kleine Kostproben der kulinarischen Spezialitäten wie Christstollen und Glühwein, bevor wir uns alle wieder am von Rolf reservierten Tisch im „Ochsen Willi’s“ zum Abendessen trafen. Hier staunten wir nicht nur über die blitzschnelle Bedienung, sondern auch über den Teller eines Herrn am Nebentisch, der offenbar „ä haubi Sou“ enthielt, bzw. eine „Haxn“ im Umfang von rund 15 x 25 cm. Nach dem deftigen Znacht stürzten wir uns noch einmal ins Vergnügen… im Dunkeln wirkten die beleuchteten Stände noch glanzvoller und verlockender und es fiel den meisten von uns auch nach ausgiebigem Flanieren schwer, uns vom Zauber des Christkindlmarktes (und des exzellenten Sortiments der dortigen Buchhandlung Wittwer) zu lösen und den Rückweg ins Hotel anzutreten.

Den Samstag hatten wir individuell zur freien Verfügung. Lie und Sigi entschieden sich für einen Besuch einer Sonderausstellung mit Aegyptischen Mumien im Schloss-Museum, alle anderen fuhren zu einem Drahtseil-Aussichtsturm, der uns nach einer Fahrt ins Grüne mit einem herrlichen Ausblick über die Stadt und Region entzückte. Während Daniel und Sabine danach zum Shopping und Relaxen ins Stadtzentrum zurückfuhren, reisten wir zu sechst weiter zum Mercedes-Benz Museum. Ein echtes Highlight, und zwar auch für alle „Nicht-Merz-Fahrer“! Schon das Museums-Gebäude ist ein Kunstwerk. Und die Ausstellung übertraf alle Erwartungen. Neben der Geschichte des Automobils wird auch die Entwicklung des Luft- und Schienenverkehrs im jeweiligen Umfeld (Politik, Musik, etc.) aufwändig und eindrücklich dokumentiert. So vergingen hier 3 Stunden wie im Fluge und wir fuhren bloss noch für eine kleine Zwischenverpflegung zum Christkindlmarkt, bevor wir uns im Hotel für den Musical-Abend frischmachten.

Simone und David hatten sich für das Musical „Die drei Musketiere“, alle andern für das neue Musical „Wicked – die Hexen von Oz“ entschieden. Diese fantasievolle Story, die stimmlich und darstellerisch überzeugenden „Hexen“, die tollen Kostüme und herrlichen Bühnenbilder – ja der Abend war wirklich perfekt!!! Zumindest bis wir wieder im Ibis Hotel waren und noch einen kleinen Imbiss bestellten – und die wahnsinnig motivierte Bedienung schon nach 23 Minuten feststellte, dass statt der bestellten 3 Bockwürste nur noch eine vorrätig war …

Nach einem weiteren ausgezeichneten und ausgiebigen Frühstück im Ibis (das Hotel war nämlich eigentlich super!) reisten wir erst zum Hauptbahnhof, wo wir unser Gepäck in Schliessfächern deponierten. In den letzten beiden Stunden bis zur Zugsabfahrt um 14.04 h vergnügten wir uns noch ein letztes Mal auf dem Weihnachtsmarkt, von wo einige von uns schwer bepackt zum Zug zurückkehrten.

Fahrplanmässig und ja, eigentlich viel zu schnell, waren wir wieder zuhause und die wundervolle SPEV Städtereise zu Ende. Dem Event-Verantwortlichen Rolf Peter danke ich ganz herzlich für die hervorragende Organisation! Wir haben es sehr genossen, dass Du für uns so vieles so perfekt arrangiert hast. Wir freuen uns schon riesig auf die nächste SPEV Veranstaltung!

Thunstetten, 9. Dezember 2007

Gabriela Rothen-Walther