24.11.2018 RÜBENNASE

Der Event „Rübennase“ beginnt für mich bereits auf der Fahrt nach Aarberg. Wie so oft während der Rüben-Kampagne vom September bis Dezember bestimmt ein Traktor mit zwei Anhängern das Tempo auf der Strasse. Heute sind zum Glück keine gestressten Autofahrer unterwegs, die waghalsige Überholmanöver starten und so fahre ich gemütlich bei strahlendem Sonnenschein Richtung Aarberg. Ja, es ist tatsächlich ein Gerücht, dass es im Seeland im November immer Nebel hat.

Im Tea-Room Steffen sind bereits alle 18 anderen Rübennasen versammelt und geniessen Kaffee, Schoggi und Gipfeli im sonnigen Wintergarten. Herzlichen Dank an SPECIAL-EVENTS für die Kafirunde. Frisch gestärkt geht’s vom Stedtli zu Fuss oder per Auto zur Zuckeri, der Zuckerfabrik Aarberg. Die Fabrik wurde 1913 gegründet und ist die älteste Zuckerfabrik der Schweiz. Nun gut, es gibt davon nur zwei, aber immerhin…

Einige Mitglieder von SPECIAL-EVENTS aktive oder ehemalige Pöstler und die Postfamilie ist gross. So erstaunt es nicht, dass unsere heutige Werksführerin Daniela als ehemalige Pöstlerin einige Teilnehmende kennt.

Mit einem Film werden wir auf die bevorstehende Führung vorbereitet. Ausgerüstet mit Leuchtwesten und Kopfhörern geht’s auf das Werksgelände. Daniela erklärt uns sehr verständlich den Weg der Rüben von der Ankunft auf der Strasse oder der Schiene bis zum Endprodukt. Nun wird auch klar, weshalb in der Ausschreibung ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass Personen, die in ihrer Fortbewegung eingeschränkt sind, auf die Besichtigung verzichten sollen. Nach dem Motto „Stägeli uf – Stägeli ab Juhee“ verfolgen wir die Rüben vom Ablad, über das riesige Rübensilo, die Waschanlage, die Schnitzelanlage zu verschiedenen Siruptanks und schlussendlich zur Verpackungsanlage des fertigen Zuckers. Dabei geniessen wir draussen angenehme Temperaturen und Sonnenschein, im Innern wird es zum Teil tropisch. Die Besucherführerin informiert uns spannend und mit viel Herzblut über die verschiedenen Abläufe. So erfahren wir auch, dass wirklich Alles verwendet wird, zu Zucker, zu Erde, zu Viehfutter oder Dünger. Am Ende der Vorführung bleibt für Insider einzig die Frage offen, aus welchem Silo nun die Ragusa kommen. Als Geschenk gibt es zwar kein Ragusa, dafür können alle Besucherinnen und Besucher einen Papiersack mit dem Endprodukt füllen. Die Ausbeute ist fällt dabei mit 1 bis 6 Kilo unterschiedlich aus.

Nach der rund zweistündigen Führung macht sich langsam ein Hungergefühl breit und wir machen uns auf den Weg ins Restaurant Löwen. Das Restaurant ist sehr gut besucht, hoffentlich ein gutes Zeichen. Dass das Wildmenu ausverkauft ist, lässt zumindest ahnen, dass diese Beiz läuft. Die Einrichtung erinnert an ein Museum mit verschiedenen Alltagsgegenständen aus früheren Jahren. Sogar Alessio erkennt in seinem jugendlichen Alter das Bügeleisen. Die Teilnehmer mit Salatintoleranz verpassen leider den Genuss der feinen Salatsauce. Aber auch was sonst auf die Teller gelangt schmeckt sehr gut und ist in ausreichender Menge vorhanden. Der Löwen war auf jeden Fall eine gute Wahl.

Zum Dessert gibt es für einige noch ein bisschen Frappée oder Glace und für Alle SPECIAL-EVENTS-Mitglieder ein Badetuch und das Jahresprogramm von 2019. Das letzte Jahresprogramm bietet wiederum für jeden Geschmack etwas. Voll bepackt mit Badetüchern und Zucker verlassen wir nach einem gelungenen Samstag Aarberg in verschiedenste Richtungen.

Herzlichen Dank dem Event-Organisator für diesen interessanten Event und bis bald im nächsten Jahr.