24.06.05 FAR WEST

Sooo far isches dänn änöd gsi!!

Am Freitag 24.Juni fand bei spannenden Wetterverhältnissen (kommt es oder kommt es nicht?) der Special Event „Far West“ statt. 11 Unentwegte (Rieckers, Rebers, Karin, Dänu Zaugg, Rolf, Fritz, Bänz, Cornelia und die Schreiberin) liessen sich von den tropischen Temperaturen und den düsteren Drohungen von Petrus nicht abschrecken und wagten sich auf die 4 Draisinen, die am Bahnhof Laupen für uns bereitstanden.

Bequemerweise stehen bei diesen Draisinen nur zwei Plätze für Trampeltiere bereit, 2 weitere Sänftenplätze sind für die Faultiere reserviert…. In eigener Sache muss ich hier vermerken: trotz vom Organisationskomitee (Ehepaar Aeberhard Peter) eingeholtem Pedaldispens wegen akuter Hals-Cheri ( Äcke-Gstabi o.ä. in der bernischen Fremdsprache) habe ich doch ca. 300m im Sattel der ähem eher unbequemen Draisinensättel verbracht!

Die angedrohte Stunde Fahrt wurde bereits nach ca. 5 Minuten auf angenehmste Art und Weise unterbrochen: ein Stoppsignal zwang uns zum Anhalten, ein vermeintlicher Bahnangestellter entpuppte sich als freundlicher Ex-Handball-Kollege Urs Brönnimann, der die schlappe Mann- und Frauschaft mit gekühltem Bier und Mineral erfrischte. Vielen Dank dem edlen Spender!

Dem kühlen Nass folgte der harte Kampf um Kilometer, männlicher Ehrgeiz musste der harten Tatsache ins Auge sehen: auf den Schienen kann man nicht überholen!! Der dadurch verursachte Gegenwind kühlte die erhitzten Gemüter und der Schlussanstieg zeigte dann auch, wo die wahren Wadenmuskeln verborgen sind. Zwei Strassenüberquerungen zwangen die Muskelmänner- und Frauen jedoch zur Vorsicht und reduzierten die Durchschnittsgeschwindigkeit beträchtlich.

Ursi erwartete uns bereits am luxuriösen Grillplatz, wo (fast) alles perfekt vorbereitet war. Salate, Brot, feine Bratwürste, sogar SENF (gäu Dänu!) ABER in Ermangelung besserer Kenntnis der physiologischen Eigentümlichkeiten des menschlichen Salzhaushaltes bei grosser Hitze, hatte es ohne „wenn“ und „aber“ eindeutig : ZUWENIG POMMES-CHIPS (gäu Rolf)!!! Nach 5 Minuten waren die 2 spärlichen Tellerchen leergefressen und wir mussten unseren Salzbedarf mit dem eigenen Schweiss decken. Bleiben wir noch kurz bei den Nahrungsmitteln: – Dänu Zaugg erfand die ultimative Methode, eine überhitzte und gut geschüttelte Coci Flasche zu öffnen: man ziele damit auf ahnungslose weibliche Special-Events Mitglieder: DAS kommt garantiert – der Ueberraschungseffekt war beträchtlich! Karin hat sich tapfer gehalten und die nassen Kleider trockneten schnell bei der Hitze. Die faulen Sprüche brauche ich hier nicht im Detail wiederzugeben, wir erinnern uns und schweigen…

Vor dem Essen wurde Sigi ( kein Event ohne Sigi!) vom Empfangskomitee per Draisine Richtung Gümmenen abgeholt, danach konnten wir die von Fritz perfekt gegrillten Würste verschlingen und noch ein wenig den Chips nachträumen.

Die sportlich deutlich unterforderten Rolf und Sigi liessen es sich nicht nehmen, den Damen eine Draisinen-Extrafahrt zum 50 Meter entfernten WC-Häuschen zu offerieren. Diesen Service gibt es garantiert nur bei SPECIAL EVENTS! Da Petrus weiter grollte und Blitze schiessen liess, beschlossen wir, noch vor dem Dessert die Draisinen zurückzufahren und anschliessend gemütlich zusammen zu bleiben, bis dass es keine Bärentatzen und selbstgebackenen Kuchen mehr hatte und die ersten Regentropfen fielen. B eim Start der Rennpferde zurück in den Stall wurde Ursi während dem fotografieren fast überfahren: wer hätte gedacht, dass diese Dinger so schnell starten, und so langsam bremsen… Wir werden dieses Bild bestimmt zu würdigen wissen!

In der Draisinengeschichte der Linie Laupen –Gümmenen hat es dergleichen bestimmt noch nie gegeben: in der absoluten Rekordzeit von nur 10 Minuten !!! schafften es die Draisinen Peter/Affolter und Zaugg/Janz zeitgleich ins Depot zurück. Mindestens zwei der Herren werden vermutlich Muskelkater haben, oder?

Die beiden anderen liefen mit 100% Verzögerung dann auch noch ein…

Aber äbe: alles in allem war es ein sehr gelungener und gemütlicher Freitagabend, besser kann man nicht in ein Wochenende einsteigen, merci der Organisatorin Ursula und Petrus, der sich vermutlich noch aus der Leventina an uns erinnerte und sich diesmal gnädig zeigte!

Isabelle