14.- 16.11.03 NORDWÄRTS!

dnb. Am Freitag, den 14. November war es soweit. Die Teilnehmer der ersten Special Events Städtereise besammelten sich am Bahnhof Bern. Mit von der Partie waren Rolf und Ursula, Bänz und Sonja, Dänu und Sabine, Patrick Siegfried und David Nicholas. Thomas Bloem stiess in Zürich zur Gruppe.

Am Zürcher Flughafen erfuhren die SPECIAL-EVENTS Reisenden die Tücken, die Internet-Buchungen mit sich bringen können. Die ausgedruckten Buchungsbestätigungen verwirrten die gute Frau am Check-In-Schalter von Air Berlin so stark, dass sie etwa drei Anläufe nehmen musste, bis sie die richtigen Tickets ausgedruckt hatte (es waren immer noch nicht die ursprünglich Reservierten, aber was soll’s). Um zu unserem Flugzeug zu kommen mussten wir uns zum neuen Midfield-Dock begeben. Um den Weg dorthin zu finden, ist OL-Erfahrung zu empfehlen…

Der Flug in der Boeing 737 verlief ruhig und ohne besondere Zwischenfälle. Beim Landen musste sich das Flugzeug zwar durch eine dichte Wolkendecke bahnen. Auf dem Rollfeld angekommen zeigte sich jedoch bereits die Sonne. Die Passkontrolle war so strikt, dass erst nach exaktem Prüfen der Reisedokumente alle durchgelassen wurden. Fotos mit Bart können so ihre Probleme mit sich bringen…

Mit dem Bus ging es quer durch die Stadt Richtung Ostbahnhof, östlich vom Alexanderplatz. Dort, gerade gegenüber dem Bahnhof, stand unser Hotel. Nach dem Beziehen der Zimmer machte sich die Gruppe auf in Richtung Alexanderplatz. Nachdem wir dort kurz verweilten und gleichzeitig noch schnell was assen, zog es uns Richtung Kurfürstendamm in den Konsumtempel KaDeWe. Das Kaufhaus des Westens war beeindruckend, insbesondere die Lebensmittelabteilung, die die Globus Delicatessa wie einen Hotdogstand aussehen liess. Das Abendessen genossen wir in einem Restaurant, das die Küchen aus verschiedenen Ecken Asiens auf seiner Speisekarte vereint hatte. Sogar Rolf fand noch etwas Akzeptables zum Essen. Rolf und Ursula nahmen anschliessend noch den Weg zum Sony Center auf sich, die anderen fuhren direkt zum Hotel zurück und liessen den Abend an der Hotelbar ausklingen.

Am Samstag Morgen wurde am Frühstücksbuffet zugeschlagen, danach ging es Richtung Potsdamer Platz in den Heissluftballon High-Flyer, der 150m über dem Boden an einem Stahlseil eine phantastische Aussicht über die ganze Stadt bot. Der vorhandene Wind zwang uns, in zwei Gruppen mit dem Ballon aufzusteigen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren so überzeugend, dass sich Ursula zur Frage hinreissen liess, ob man für dieses Gerät überhaupt einen Ausweis brauche, um es steuern zu können. Der gelernte Pilot schien darauf ziemlich beleidigt zu sein.

Während die einen nach der Sicht von oben jetzt die Sehenswürdigkeiten von Nahem betrachten wollten, zog es die andere Hälfte wieder zum Kurfürstendamm, um ihren Konsumrausch zu stillen. So wurde nicht nur Karstadt Sport gestürmt, sondern es wurde auch ein zweiter Anlauf genommen, das Kaufhaus des Westens zu erforschen.

Schon um fünf Uhr abends fanden sich alle wieder im Hotel ein. Nach dem Abendessen in einem Restaurant, dessen Spezialität Kartoffeln war, machten wir uns auf den Weg zur Deutschen Oper. Dort fand eine Ballettvorführung zur Musik von Pink Floyds the Wall statt. Dänu hatte am Tag zuvor eine mittlere Panik ausgelöst mit der Bemerkung, an der Oper werde es wohl einen Krawattenzwang geben. Doch die ganze Aufregung war umsonst, denn die Kleidung interessierte niemanden. Die Vorstellung war zwar ungewohnt, die Kombination zwischen Ballett und Roger Waters Musik funktionierte aber ziemlich gut.

Nach dem Ballett, das den meisten gefallen hatte, suchten wir ein Café beim Sony Center auf, das am Tag von ein paar von uns schon getestet und für gut befunden wurde. Die Neulinge in diesem Lokal wurden zwar von der Grösse der Dessert-Portionen etwas überrumpelt, aber mit etwas Geduld schafften es auch die langsamsten Esser, ihren Teller leer zu machen. Müde und mit vollem Magen machten wir uns auf den Weg zurück zum Hotel.

Am Morgen musste Rolf beim Auschecken feststellen, dass jemand auf seine Zimmernummer sich an der Hotelbar bedient hat. Der Täter ist immer noch auf freiem Fuss. Unser Ziel jetzt war der Checkpoint Charlie. Eine Kopie des berühmten Schildes mit dem Text, dass die amerikanische Zone jetzt verlassen würde, sowie einem Dummy-Kontrollposten verleitete natürlich zu exzessivem posieren und fotografieren. Im Haus am Checkpoint Charlie nebenan konnten wir das Mauermuseum besichtigen. Das enge Museum, das ein wenig chaotisch wirkte, war voll gepackt mit Gegenständen von Fluchtversuchen und Geschichten der Mauer.

Nach dem Museumsbesuch teilten wir uns auf, denn ein paar von uns mussten noch mit dem Reichstag und dem Brandenburger Tor ihr Pflichtprogramm vervollständigen. Am Abend verabschiedeten wir uns von Sonja und Bänz, die noch zwei Tage anhängten, und machten uns auf den Weg Richtung Flughafen. Damit ging ein interessantes und sonniges Wochenende zu Ende, das Appetit auf mehr gemacht hat.