22.02.02 SNOW AND CHEESE 2002

Der am 25. Januar vorgesehene Snow and Cheese Event musste infolge Schneemangel auf den 22. Februar 2002 verschoben werden. Wie sich später herausstellte eine weise Entscheidung, hatte doch Frau Holle ein Einsehen und brachte den nötigen Schnee. Das bisschen Regen kann einen Hardcore- Rodler nicht erschüttern und so starteten 16 Personen zu diesem Event.

Als Neuling bei einem Special Event machte ich mich bestens ausgerüstet mit Stadtplan, Tagesprogramm und Teilnehmerliste auf den Weg Richtung Schönburg und war gespannt auf die Gesichter, die ich dort antreffen würde. Da ich praktisch niemanden kannte, musste ich in erster Linie den Lenker des Autos Pfund ausfindig machen und diesen danach nicht mehr aus den Augen lassen. Pünktlich verliessen die Autos Pfund und Bloem Bern in Richtung Thun Süd um dort die Autos Peter und Liechti zu treffen. Aufgrund der etwas nassen Witterung wurde auf einen gründlichen Appell verzichtet. Da aber alle Autos wie vorgesehen anwesend waren und bei der Organisation von Rolf eigentlich nichts schief gehen kann, machte sich der ganze Konvoi auf in Richtung Kiental. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass Auto fahren im Alpengebiet seine Tücken hat und nicht alle unsere Gäste aus dem Ausland den anspruchsvollen Strecken gewachsen sind.

Nach der Ankunft begann nun also das grosse „Hallo und Wie geits“ und die schemenhaften Umrisse in den Autos nahmen nun Gestalt an. Die geliehenen Schlitten wurden in Empfang genommen. Mein 30- jähriger Davos- Einsitzer konnte trotz frisch geschmirgelten und polierten Kufen gegen diese Konkurrenz nicht brillieren…

Nach der Fahrt auf einer antiken Sesselbahn erreichten wir die Bergstation. Nun kam es also an den Tag, wer ein routinierter Rodler ist. Professionell ausgerüstet mit Stirnlampen die einen, blind auf den Mond vertrauend die andern, nahmen wir die erste Abfahrt unter die Kufen. Nach einigen Kurven hatten alle das Gefühl den Schlitten und die Piste im Griff zu haben. Vereinzelte Zusammenstösse mit Schnee oder Mitmenschen konnten nicht immer vermieden werden, gingen aber glimpflich aus. Nachdem alle den Zielhang erfolgreich gemeistert hatten und niemand im Brückenpfeiler oder Bach gelandet ist, ging es wieder hoch in Richtung Berghaus Ramslauenen.

Nun begann zuerst das allgemeine „sichausdemRegenschutzschälen“ und langsam aber sicher meldete sich der eine oder andere Magen. Den Käse (den im Caquelon, Anm. der Red.) konnte man schon von weitem riechen und innert kurzer Zeit konnten auch wir in unserem Fondue rühren und uns stärken. Der Hunger wurde wohl ein bisschen überschätzt, der Nachschlag konnte nicht ganz aufgegessen werden. Zu einem feinen Käsefondue gehört natürlich ein Glas Weisswein. Hartgesottene mischen den Klumpen im Magen schon zu Beginn mit Cola auf, dazu als Tüpfli auf dem i noch ein Frappée. Bei der nächsten Abfahrt wird das Ganze gut gemischt, was soll da noch passieren?

Gut verpflegt begann nun der Start zur zweiten Abfahrt. Mittlerweile kannte man ja die heiklen Stellen und konnte das Tempo erhöhen. Und es hat noch mehr „gfägt“ als beim ersten mal! Unterwegs haben wir uns von Gerhard verabschiedet. Ihm hat es so gut gefallen, dass er gleich ein Wochenende gebucht hat. Viel zu schnell haben wir die Talstation erreicht und mussten uns voneinander verabschieden. An dieser Stelle danke ich den Organisatoren und natürlich den Fahrern, die uns sicher und wohlbehalten an den Ausgangspunkt zurückchauffiert haben.

Lie Burkhalter