26.+ 27.10.02 1000 TAGE SPECIAL-EVENTS

1000 Tage Special Events. Gemäss der Idee von Special Events wird dies aussergewöhnlich gefeiert. Erstmals wurde aus diesem Grund am 26./27. Oktober 2002 ein Anlass nur für Mitglieder organisiert und plötzlich war ich also kurzerhand Mitglied. Mir ist nicht bekannt, ob drei Events- Berichte zum Aufnahmeprozedere gehören, ansonsten müsste wohl die eine oder andere Mitgliedschaft noch überprüft werden…

Item. Der Wetterbericht verhiess nichts Gutes, deshalb wurde die Schlechtwettervariante gewählt. Das Föhnwetter hielt an und die Sonne lachte vom Himmel. Erster Treffpunkt war der Autobahnrastplatz Thun Süd. Leider musste Sonja infolge Krankheit zu hause bleiben, wir wurden über ihren Gesundheitszustand aber ständig auf dem laufenden gehalten. Weiter ging es Richtung Mitholz. Hier befindet sich der Infopavillon der BLS Alptransit. Bei einer interessanten Führung wurden wir in die Geheimnisse des Tunnelbaus und der TBM (Tunnelbohrmaschine) eingeweiht. Weshalb sich aber nach dem Bau des Lötschbergtunnels die Zugfahrzeit nach Paris verringert, konnte mir niemand glaubwürdig erklären. Nachdem sich alle mit Erinnerungsklebern eingedeckt hatten, ging es weiter Richtung Elsigbach.

Als das gesamte Gepäck ausgeladen war entstand der Eindruck, dass als spezielle Überraschung dieser Event um eine Woche verlängert wird. Es handelte sich aber tatsächlich nur um Fressalien, Schlafsäcke, Leinwand, Diaprojektor, Spiele usw. Das Ferienheim „Gibeli“ ist im Besitz des TV Lorraine- Breitenrain und bestens eingerichtet. Nicht schlecht staunten wir über die sage und schreibe vier (!!!) Küchen im Haus. Dänu Rothen entschied sich für die grösste und nahm diese sofort in Besitz. Ab sofort war dieses Territorium für die restlichen Teilnehmer tabu, also richteten wir uns im Aufenthaltsraum ein. Nach einigen Startschwierigkeiten brannte im Ofen ein gemütliches Feuer, Merci dem „Hüttenwart“ Chrigu. Langsam aber sicher begann der eine oder andere Magen zu knurren. Mittlerweile trafen auch die frischgebackenen Eltern Sabine und Daniel Zaugg mit Töchterchen Nina ein. An dieser Stelle noch einmal herzliche Gratulation zum Nachwuchs. Da die Sauce à la mode Rothen idealerweise zwei Stunden kochen sollte, mussten wir uns vorerst mit Apérogebäck begnügen. Obwohl die optimale Kochdauer schlussendlich nicht erreicht wurde, schmeckten die Spaghetti vorzüglich. Selbst das Grünzeug wurde aufgegessen, trotz oder gerade wegen den Zwiebeln. Es gab natürlich auch Leute, die ihre Portion Salat lieber gegen eine Portion Zimtkuchen eintauschten, das Dessert reichte trotzdem für alle, da wohlweislich zwei Kuchen gebacken wurden (mittlerweile sind ja die Essgewohnheiten einiger Leute bekannt).

Bekanntlich gibt es bei Special Events die eine oder andere Spielernatur, es war daher nicht weiter erstaunlich, dass schon bald Weinbrand-, Soja-, Brech- und andere Bohnen angepflanzt, gehandelt und geerntet wurden. Am Nebentisch wurden wie wild Strassen und Siedlungen gebaut so dass das Berner Oberland bald überbevölkert sein wird. Leinwand und Diaprojektor kamen auch zum Einsatz, Rolf liess das Jahr in bildlicher Form noch einmal Revue passieren. Schliesslich war es so weit und wir kamen zum Höhepunkt dieses Events, der Mitternachtsüberraschung. Bei einem Lotto wurden attraktive Preise wie ein Nachtessen für zwei Personen, ein Wochenende, ein Alpenrundflug und als Hauptpreis ein Gutschein für das Event Städtereise 2003 verlost. Sigi räumte gewaltig ab, unter anderem den Hauptpreis. Herzliche Gratulation.

Bei einigen machte sich nun die Müdigkeit bemerkbar, andere siedelten weiter bis in die frühen Morgenstunden. Schliesslich fand jeder den Weg in den Schlafsack. Das Tal wurde vom Sturm Lothar kräftig heimgesucht, ganze Waldstücke wurden damals zerstört. Ich weiss nicht ob es daran lag oder weil die Siedler das Holz brauchten, tatsächlich wurden die Bäume vor weiterem Schaden (sprich nächtliches sägen) bewahrt. Unglaublich aber wahr, ein Massenlager ohne Schnarcher! Oder ich habe so fest geschlafen und nichts gehört und womöglich selbst geschnarcht…

Kuhglockengebimmel verhinderte, dass wir allzu lange schlafen konnten. Der Föhn wurde über Nacht kräftiger und rüttelte nun an den Fensterläden. Bei einem gemütlichen, ausgiebigen Zmorge konnte uns dies jedoch nicht erschüttern. Einzig der „Kühlraum“ vor dem Küchenfenster war nun nicht mehr brauchbar. Besten Dank den Frühaufstehern, die den Tisch gedeckt und Kaffee gekocht haben. Frisch gestärkt hiess es nun schon zusammenpacken, aufräumen und putzen.

Nach einem kurzen Spaziergang stiegen wir vom Winde verweht rechtzeitig vor den ersten Regentropfen ins Auto ein und machten uns auf den Heimweg.

Besten Dank den Organisatoren, einmal mehr ein gelungener Event.